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Holzfenster richtig streichen
Wer sich für die schöne Alternative zu den billigeren
Kunsstofffester entschieden hat, muss sie alle paar Jahre
streichen, um ihre Schönheit und Qualität zu erhalten. Spätestens
abblätternde Farbe zeigt an, dass die Fensterrahmen gestrichen
werden müssen.
Eventuell vorhandene Farb- und Lackreste sind vor dem erneuten
Streichen gründlich zu entfernen; allerdings ist auch möglich,
eine vergilbte, ansonsten jedoch intakte Farbschicht zu
überstreichen, wenn diese zuvor gleichmäßig angeraut bzw.
angeschliffen wurde. Der zu streichende Rahmen soll sauber,
fettfrei und trocken sein (somit sind Regentage für das
Streichen bereits eingebauter Holzfenster wenig geeignet).
Bei
alten Fenstern kann es notwendig sein, den Fensterkitt
auszutauschen oder brüchig gewordene Abschnitte auszubessern.
Anschließend muss der Kitt durchtrocknen. Je nach Gewandtheit
die Festerumgebung abdecken (Böden) oder abkleben (Stöße zu Wand
und/oder Tapete).
Es ist eine Geschmacksfrage, ob mit Pinsel oder einer schmalen
Farbrolle gestrichen wird; die meisten Laien kommen allerdings
mit einem Rund- oder schmalen Flachpinsel besser zurecht. Zur
Kompatibilität von Pinsel und Farbe am besten beim Händler
nachfragen.
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Zuerst wird der Fensterrahmen - immer von oben nach unten sowie
von den festen zu den beweglichen Teilen hin - mit einer
farblich abgestimmten Vorstreichfarbe oder Holzgrundierung
gestrichen. Je nach enthaltenem Lösungsmittel kann diese Schicht
nach einer Wartezeit von ein bis etwa zehn Stunden erneut
überstrichen werden (Packungshinweise beachten). Die zumeist
umweltfreundlichen Farben auf Wasserbasis können je nach Wetter
und Raumtemperatur auch langsamer trocknen.
Nun kann die eigentliche Farbe aufgetragen werden, wobei man
sich zwischen hoch glänzenden und matteren, seidigen Lacken
entscheiden kann. Dieses "finish" hat keinen Einfluss auf die
Haltbarkeit des Anstrichs, sondern stellt eine rein ästhetische
Entscheidung dar. Um die Deckkraft oder auch den Glanz zu
erhöhen, kann dieser Arbeitsgang auch mehrfach wiederholt werden
- wobei allerdings unbedingt zu beachten ist, dass jede noch so
dünne Farbschicht Raum einnimmt: Das Fenster muss sich nach dem
Streichen weiterhin schließen lassen! Auch sollten Grundierung
und Lack auf der gleichen Lösungsmittelbasis funktionieren (also
nicht lösungsmittelfrei mit lösungsmittelhaltig kombinieren).
Kleinere Fehler wie herabrinnende Tropfen ("Nasen") am besten
sofort entfernen, da späteres Ausbessern selten ohne Spuren
gelingt. Jetzt muss das frisch gestrichene Fenster noch lange
genug trocknen, wobei man nicht der Versuchung erliegen darf, es
zu früh wieder schließen zu wollen, da sich aufgrund der hohen
mechanischen Beanspruchung die Farben zu Falten zusammenschieben
und die Arbeit zunichte machen könnten. Auch ein Verkleben von
Teilen wie Fensterflügeln und Rahmen wäre möglich. Ein
logistisches Problem, das am besten bereits vor Arbeitsbeginn
geklärt werden sollte: Während der Trocknungszeit sind
neugierige Kinder und Haustiere (Katzen) vom Fenster unbedingt
fernzuhalten, da sonst Fingerspuren oder Haare zurückbleiben
können. Nun noch Pinsel
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